Schulprogramm

des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte
Fortschreibung zum 31. Dezember 2005


1. Schuldarstellung
2. Pädagogische Grundorientierung
3. Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit
4. Schulentwicklung in den Abteilungen und Bildungsgängen
5. Konkrete Arbeitsschwerpunkte

1. Schuldarstellung


Das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte steht in der Tradition der im Jahre 1900 gegründeten Kaufmännischen Schule im Zentrum Duisburgs.

Das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte ist eingebunden in die Region Ruhrgebiet und damit natürlich mit den Gegebenheiten und Problemen dieses Wirtschaftsraumes konfrontiert. So hat sich Duisburg auf Grund seiner hervorragenden Lage im Schnittpunkt überregionaler und international bedeutender Verkehrswege zu einem Logistik- und Dienstleistungszentrum von internationaler Bedeutung entwickelt. Die Region Duisburg durchlebt aber auch einen bis heute tiefgreifenden Strukturwandel mit erheblichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Als besonderer Schwerpunkt des Strukturwandels ist die IT-Branche anzusehen, in welcher viele neue Arbeitsplätze entstanden sind.

Der im Schulprogramm 2002 geprägte Leitspruch „Fortschritt aus Tradition“ verdeutlicht das Ziel des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte, modernen Entwicklungen gerecht zu werden und sie zu fördern, ohne die historischen kaufmännischen Wurzeln und Werte zu vernachlässigen. Aus diesen Gründen bieten wir standortbezogene Bildungsgänge an, die den Erfordernissen der modernen Dienstleistungsgesellschaft entsprechen und es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich im kaufmännischen Bereich zu qualifizieren und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Das schließt auch die Qualifizierung von Problemgruppen mit ein.


Organisationsstruktur

Im Schuljahr 2005/2006 umfasst das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte vier Abteilungen und zwar

Abt. 1: Berufsschule, Berufsvorbereitung
Abt. 2: Höhere Handelsschule, Kaufmännische Assistenten/Informationsverarbeitung,
1jähriger kaufmännischer Bildungsgang für Schülerinnen und Schüler mit Fachober-
schulreife, Höhere Handelsschule für Abiturienten
Abt. 3: Gymnasiale Oberstufe (Wirtschaftsgymnasium)
Abt. 4: Fachschule für Wirtschaft, Schwerpunkt Rechnungswesen/Controlling.

Die Abteilung 1 gliedert sich in 10 Fachbereiche, welche in insgesamt 17 Dualen Ausbildungsberufen und berufsvorbereitenden Maßnahmenklassen ausbilden. (Anlage 1)

Gemessen an der Schülerzahl liegen die Schwerpunkte des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte in den Bereichen IT, Groß- und Einzelhandel, Höhere Handelschule (Informationswirtschaft) und Wirtschaftsfachschule. Bei dieser Schwerpunktsetzung ist das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte stets bemüht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dualer und vollzeitschulischer Ausbildung sowie Weiterbildung herzustellen, um möglichst unabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu sein.

Über diese bildungsgangbezogene Aufteilung des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte hinaus gibt es zwei Geschäftsbereiche, welche sich mit grundsätzlichen und organisatorischen Fragen beschäftigen.




Der Geschäftsbereich 1 umfasst die Schulleitung im engeren Sinne (Planung, Organisation, Personal, Datenverwaltung), der Geschäftsbereich 2 umfasst bildungsgangübergreifende Funktionen (Koordination der DV, Beschaffung/Verwaltung von Lehr-/Lernmitteln, Koordination der Schulprogrammarbeit, Beratung)

Weitere organisatorische Strukturen werden unter Punkt 3 Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit (Organisation) beschrieben.


Schülerzahlen

Im Schuljahr 2005/06 besuchen insgesamt 2655 Schülerinnen und Schüler das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte. Diese verteilen sich wie folgt auf einzelne Abteilungen: (Anlage 1)

1 Berufsschule inkl. Maßnahmeklassen 2007

2 Höhere Handelsschule 189
Kaufmännische Assistenten 77
Höhere Handelsschule für Abiturienten 27
1jähriger Bildungsgang mit FOR 54

3 Gymnasiale Oberstufe 116

4 Fachschule für Wirtschaft 185

Der Ausländeranteil ist im Vergleich zu anderen Duisburger Berufskollegs mit 12 % relativ gering. Dies liegt vor allem am Berufs- und Fachschulbereich sowie an der Gymnasialen Oberstufe. In der Höheren Handelsschule liegt er immerhin bei ca. 19 %.


Personal

Zum 31.12.2005 unterrichten am Kaufmännischen Berufskolleg Duisburg-Mitte insgesamt 88 Lehrerinnen und Lehrer, darunter 4 Pfarrer/Pastorinnen, 5 nebenberufliche (Zahnärzte) und eine nebenamtliche Kollegin.
Das nichtlehrende Personal besteht aus drei Sekretärinnen (2,2 Stellen), einem Hausmeister, einem Netzwerkadministrator (0,5 Stellen) und einem Sozialpädagogen.

Kooperationen

Im Bereich der sog. IT-Berufe kooperiert das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte seit 1997 mit dem Bertolt-Brecht-Berufskolleg Duisburg. Im Rahmen verschiedener Schulprojekte gibt es Kooperationen mit der UNI Duisburg, der IHK, der Steuerberater- und Zahnärztekammer und diversen Ausbildungsbetrieben. Besonders hervorzuheben ist das seit 5 Jahren praktizierte Projekt „LoreNet“, welches eine Kooperation zwischen der UNI Duisburg, dem Fachbereich Einzelhandel und dem Mercator Berufskolleg in Moers beinhaltet.




Im Modellversuch Selbstständige Schulen arbeitet das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte auf allen Ebenen eng mit den anderen Duisburger Schulen des Modell-versuchs zusammen. Hier findet ein intensiver Erfahrungsaustausch über Schul- und Schulformgrenzen hinaus statt.

Schulpartnerschaften

Im Rahmen des Comenius-Projektes besteht seit mehreren Jahren eine Schulpartnerschaft mit dem Lycée Technique Pradeau-La Sède in Tarbes/Frankreich und der IES La Serreta in Rubi Catalunya/Spanien.
Innerhalb eines BAND-Projektes mit einem dualen Partner sind Kontakte zu einer nieder-ländischen Schule angebahnt.

2. Pädagogische Grundorientierung


Leitbild
des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte, Burgplatz

Wir sind ..

· die größte kaufmännische Schule in Duisburg mit über 100-jähriger Tradition.

· am Burgplatz zentral gelegen und befinden uns damit in räumlicher Nähe zu vielen Betrieben, zur Universität und zu anderen Institutionen.

· ein dynamisches und flexibles Team mit hoher Kompetenz, das sich mit der Schule identifiziert.

· Teilnehmer am Pilotprojekt „Selbstständige Schule“.


Wir bieten ..

· eine große Vielfalt an kaufmännischen Bildungsgängen und –abschlüssen in der Sekundarstufe II (Berufsschule, Höhere Handelsschule, Kaufmännische Assistenten, Wirtschaftsgymnasium, Wirtschaftsfachschule).

· eine fundierte, praxisbezogene kaufmännische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, dazu eine gute Allgemeinbildung mit EU-orientierten Sprachkenntnissen.

· individuelle Beratungs- und Betreuungskonzepte.

· hohe Flexibilität bei der Stundenplangestaltung (Block-, Teil- und Vollzeit sowie Abendunterricht und Kurssystem).

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· unseren Absolventen gute Voraussetzungen für einen Start in das Berufsleben.

· der Wirtschaft qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach kurzer Einarbeitungszeit universell eingesetzt werden können.

· eine sehr enge Kooperation mit der regionalen Wirtschaft, den Partnern des dualen Systems, unseren Partnerschulen im In- und Ausland, den Schülerinnen und Schülern und ihren Erziehungsberechtigten.


Wir wollen ..

· Leistung als positiven Grundsatz für Schüler und Eltern, Betriebe und Lehrer akzeptiert wissen.

· neben Fachkompetenz auch Handlungs-, Sozial- und Methodenkompetenz vermitteln.

· Schule als anerkannte, wesentliche gesellschaftliche Aufgabe begreifen, entsprechend verantwortungsvoll handeln und die Öffentlichkeit umfassend über unsere Arbeit informieren.

· die Bedeutung des lebenslangen Lernens betonen.

· aufeinander zugehen und durch positive Verstärkung und gegenseitige Wertschätzung eine wesentliche Basis für unser partnerschaftliches Arbeitsklima schaffen.

· Kritikfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Toleranz als Grundwerte unseres Handelns betrachten.

· im Rahmen des Projekts „Selbstständige Schule“ zur Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft beitragen.


Die Schulentwicklungsarbeit des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte zielt in besonderem Maße auf die Entwicklung zukunftorientierter Bildungsgänge und die Qualitäts-steigerung des Unterrichts innerhalb der verschiedenen Bildungsgänge.
Dazu hat die interne Steuergruppe eine Projektstruktur entwickelt, die von der Lehrer- und Schulkonferenz im Jahr 2003 verabschiedet wurde. (Anlage 2)

Der Projektstrukturplan bildet die Arbeitsschwerpunkte der nächsten Jahre ab. Er konkretisiert die Entwicklungsvorhaben, strukturiert und plant die Abläufe der Einzelprojekte, bindet sie in einen größeren Zusammenhang und macht sie so steuerbar.
Konkrete Entwicklungsziele für die einzelnen Schuljahre werden jeweils in der Lehrer-konferenz abgestimmt. Für das Schuljahr 2005/06 wurde ein Jahresentwicklungsplan mit aktuellen Vorhaben verabschiedet. (Anlage 3)



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3. Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit


Im Jahr 2003 trafen die Lehrer- und die Schulkonferenz die Entscheidung zur Teilnahme am Modell „Selbstständige Schule“. Hiermit wurde der institutionelle Rahmen geschaffen, die Strukturen des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte umzuwandeln: Übernahme der Dienstvorgesetzteneigenschaften durch den Schulleiter verbunden mit einem intakten Lehrerrat, der Personalratsfunktionen wahrnimmt und die Bildung einer internen Steuergruppe, die sich aus Vertretern des gesamten Kollegiums zusammensetzt.

Klare Rollendefinitionen regeln die Zusammenarbeit und Beschlussfassung in Abstimmung mit den Mitwirkungsorganen und Gremien der Schule, sichern die Transparenz und Partizipation aller Beteiligten.


Erweiterte Schulleitung

Die erweiterte Schulleitung hat das Ziel, Führungsaufgaben eigenverantwortlich in Abstimmung mit dem Schulleiter zu übernehmen.
Sie arbeitet nach dem Prinzip der dialogischen Führung.
Vertraulichkeit und Diskretion in diesem Gremium sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Folgende Regelungen gelten für die erweiterte Schulleitung:

Ø Jede wichtige Entscheidung des Schulleiters beruht auf vorheriger Information und Aussprache der Leitungsmitglieder.
Ø Die Tagesordnungen der 14-tägig stattfindenden Sitzungen werden im Lehrerzimmer ausgehängt.
Ø Die Mitglieder werden nur vom Schulleiter benannt. (Anlage 4)


Interne Steuergruppe

Aufgabe der internen Steuergruppe ist es, den Schulentwicklungsprozess zu planen, zu organisieren und zu evaluieren. Die interne Steuerungsgruppe sichert den Informationsfluss innerhalb der Schule und stellt Transparenz über die eigene Arbeit und den Stand der schulischen Entwicklung her. Die Gruppe versteht sich somit als Ort der Ideen- und Konzeptentwicklung; Ergebnisse werden den entsprechenden Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.


Lehrerrat mit Personalratsfunktion

Entsprechend der im Modellversuch Selbstständige Schule erweiterten Rolle des Schulleiters wurden dem Lehrerrat Aufgaben und Rechte aus dem Landespersonalvertretungsgesetz (LPVG) übertragen, die bisher beim Personalrat in Düsseldorf lagen.


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Aus diesem Rollenverständnis ergeben sich für den Lehrerrat mit Personalratsfunktion folgende Arbeitsschwerpunkte:

Der Lehrerrat als Begleiter von Schulentwicklung
Der Lehrerrat begleitet die Konzeptionsentwicklung in der internen Steuerungsgruppe und der erweiterten Schulleitung. Der Austausch mit der internen Steuerungsgruppe ist dabei auch durch die personelle Beteiligung von Mitgliedern des Lehrerrates gewährleistet. Der Lehrerrat sieht es dabei als seine vorrangige Aufgabe an, Konzepte auf ihre personelle Vertretbarkeit und Umsetzbarkeit hin zu bewerten und ggf. Vorbehalte vorzubringen

Der Lehrerrat als Vertreter der Kolleginnen und Kollegen
Zentrale Aufgabe des Lehrerrates bleibt die Beratung und Vertretung von Kolleginnen und Kollegen in schulischen und dienstlichen Angelegenheiten. Seit dem letzten Schuljahr bietet der Lehrerrat werktags - außer samstags - in der zweiten Pause feste Beratungszeiten an. Daneben können jederzeit Gesprächstermine vereinbart werden.
Auf Wunsch begleiten Mitglieder des Lehrerrates Kolleginnen und Kollegen bei Gesprächen mit der Schulleitung.
In Konfliktsituationen sieht sich der Lehrerrat zunächst in einer vermittelnden Rolle. Das schließt jedoch eine Parteilichkeit für berechtigte Interessen von Kolleginnen und Kollegen in keiner Weise aus. Bei dienstrechtlich schwierigen Fragen steht der Lehrerrat in engem Kontakt mit den Rechtsabteilungen von GEW und VLW sowie dem Personalrat.




4. Schulentwicklung in den Abteilungen und Bildungsgängen


Berufsschule

In der Berufsschule konzentrierte sich die Schulentwicklung seit 2000 vor dem Hintergrund der Neuordnung vieler Ausbildungsberufe und der damit verbundenen Einführung neuer Lehrpläne auf die Umsetzung der in den Richtlinien enthaltenden Lernfelddidaktik. Inzwischen existieren in sechs der neun Fachbereiche entsprechende Richtlinien, in zwei Bereichen ist deren Einführung zu erwarten.

Dies erforderte die Entwicklung der entsprechenden Lernsituationen im Rahmen einer didaktischen Jahresplanung unter Einbeziehung der berufsübergreifenden Fächer.

In zwei Fachbereichen – Einzelhandel und Bürokaufleute - wurden Förderklassen für Schülerinnen und Schüler in besonderen Ausbildungsmaßnahmen eingerichtet. In diesen Klassen ist es auch im Berufsschulbereich erforderlich, Lerndefiziten durch besondere Förderkonzepte zu begegnen.

Es ist angestrebt, in naher Zukunft zwei neue Ausbildungsgänge in dualer Form einzuführen: Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufmann/Kauffrau für Dialogmarketing.
Hier sind z.B. Planungen von Lernsituationen in den Bereichen Personal, Marketing, Vertrieb, Qualitätssicherung, Cross-Selling und Rhetorik erforderlich.


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Als neues Angebot ist im Bereich der Kaufmännischen Assistenten neben den bisherigen Abschlüssen – Fachhochschulreife und Berufsabschluss nach Landesrecht – die Abschlussprüfung vor der zuständigen IHK als Bürokaufmann/-frau vorgesehen. Hierbei werden Unterrichtseinheiten und Praktika als betriebliche Praxis anerkannt.


Höhere Handelsschule und 1jähriger kaufmännischer Bildungsgang für Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife, Kaufmännische Assistenten, Schwerpunkt Informationsverarbeitung

Neben der Höheren Handelsschule und dem Bildungsgang Kaufmännische Assistenten, Schwerpunkt Informationsverarbeitung, ist ein einjähriger kaufmännischer Bildungsgang für Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife institutionalisiert worden, der Jugendliche mit besonderem Förderungsbedarf aufnimmt.

Grundlage für die Beratung der Schülerinnen und Schüler in die verschiedenen Bildungs-gänge ist neben der obligatorischen persönlichen Anmeldungsberatung ein institutionalisierter Einstufungstest in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, der erstmalig im Schuljahr 2003/04 eingesetzt wurde und der seit diesem Schuljahr an allen kaufmännischen Berufskollegs in Duisburg gleichzeitig durchgeführt wird.

Im Schulalltag ist die Bildungsarbeit von zunehmenden Defiziten der Schülerinnen und Schüler gekennzeichnet. Um den Lernstoff dennoch erfolgreich zu vermitteln, muss der traditionelle Unterricht um Maßnahmen mit Fördercharakter ergänzt werden: So wird der Differenzierungsbereich zum Teil zur Aufarbeitung vorhandener Defizite in den Kernfächern genutzt; ein kleinschrittiges Heranführen an Formen des projektorientierten, selbstständigen Lernens, wie im neu konzipierten einjährigen Bildungsgang vorgesehen, bildet einen weiteren Baustein bei dieser Zielerreichung.

Lern- und Leistungsdefizite haben ihre Ursachen auch häufig in fehlenden sozialen Bindungen. Soziale Bindung kann in den Bildungsgängen durch eine kontinuierliche Arbeit des Klassenlehrers und eine geeignete Teambildung erreicht werden. Deshalb wurde eine zusätzliche Unterrichtsstunde des Klassenlehrers als Klassenförderstunde neben dem Fachunterricht eingeplant. Dabei kann der entsprechende Lehrer auf die Unterstützung des Sozialpädagogen zurückgreifen.

Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität wird die didaktische Jahresplanung überarbeitet und um die methodische Dimension ergänzt. Zudem sollen gemeinsame Leistungsüberprüfungen in den Fächern zur Qualitätssicherung beitragen; frühzeitige und einheitliche Lernstands-erhebungen sind anzustreben.

Stärker noch als bisher soll der Berufsbezug in der schulischen Bildung berücksichtigt werden. Integrative Praktika sind deshalb Bestandteile des Lernens im Bildungsgang und bedeuten eine zusätzliche Förderung:

- Höhere Handelsschule: zwei Wochen vor den Osterferien in der Unterstufe
- Einjähriger Bildungsgang FOR: vier Wochen am Ende des ersten Schulhalbjahres
- Kaufmännische Assistenten: acht Wochen am Ende der Klasse 12.


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Die Schülerinnen und Schüler bemühen sich eigenständig – nach entsprechender Vorbereitung im Unterricht – um einen Praktikumsplatz.
Praktika ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einerseits die Anwendung des im Bildungsgang bereits erworbenen Wissens, aber auch die Einbringung berufspraktischer Erfahrungen und eine kritische Reflexion der Unterrichtsinhalte im Berufskolleg nach Abschluss des Praktikums. Andererseits erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.

Eine weitere Fördermaßnahme stellen die zusätzlichen Fachangebote außerhalb des regulären Unterrichts dar. Diese meist als Arbeitsgemeinschaften angebotenen Stunden unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Entwicklungsprozess: Der europäische Computerführer-schein oder eine Fußball-AG sind Beispiele hierfür.

Darüber hinaus werden Selbstlernangebote unter Aufsicht von Fachlehrern und/oder des Sozialpädagogen angestrebt. Hier könnte Versäumtes nachgeholt werden, Hausaufgaben und Referate erledigt werden, Vergessenes aus der Sekundarstufe I aufgefrischt und Klassenarbeiten und Klausuren vorbereitet und geübt werden. Eine Verpflichtung zum Besuch dieser Stunden könnte sich aus dem regulären Unterricht ergeben; es wäre aber auch denkbar, diese Veranstaltungen auf freiwilliger Basis anzubieten.


Wirtschaftsgymnasium

Neben dem wissenschaftspropädeutischen Arbeiten zielt das Wirtschaftsgymnasium auf die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zur Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit und Eigenver-antwortung.

Um dieser Zielsetzung Rechnung zu tragen, wurde in den verschiedenen Fächern der Anteil des eigenverantwortlichen Lernens verstärkt. Zudem entstanden regelmäßige Projekttage, die der Erarbeitung von fächerübergreifenden Fragestellungen dienen. Im Schuljahr 2004/05 wurde das Thema „Globalisierung“ aus unterschiedlichen Perspektiven – Problematik der Frauen in der Dritten Welt, Umweltproblematik, Theorie der komparativen Kosten – von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 erarbeitet und der Jahrgangsstufe 11 präsentiert. Für das Schuljahr 2005/06 ist eine Arbeit zum Thema „Neoliberalismus“ geplant.

Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität ist beabsichtigt, die didaktischen Jahresplanungen um die methodische Dimension zu ergänzen. Zusätzlich soll die inhaltliche Abstimmung in den Fachbereichen durch Verstärkung der Anzahl der gemeinsamen Klausuren verbessert werden. Um diese Arbeit weiter zu vertiefen, wären entsprechende „Abstimmungsstunden“ der Teams stundenplantechnisch einzuplanen.

Es ist beabsichtigt, verstärkt fächerübergreifend die Texterarbeitung und Textbearbeitung, das Verstehen und Wiedergeben von Texten einzuüben, da nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit einem ausgeprägten Migrationshintergrund in diesen Bereichen deutliche Defizite mitbringen.


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Um dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden und um eine angstfreie und konzentrierte Arbeitsatmosphäre bereits zu Beginn der GOSt zu schaffen, wurde im Rahmen des „Lernen-Lernen“-Konzeptes ein Tag des sozialen Lernens institutionalisiert; wöchentliche Klassenförderstunden erleichtern eine individuelle Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch die Klassenleitung.
Spezielle Trainingseinheiten zu Bewerbung und Bewerbungsgesprächen und die Teilnahme an Veranstaltungen der Universität Duisburg-Essen für künftige Studenten dienen der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf eine zukünftige Berufstätigkeit.

In diesem Zusammenhang nimmt das Wirtschaftsgymnasium seit dem Schuljahr 2004/05 an einer Veranstaltung „Dialog mit der Jugend“, initiiert vom Initiativkreis Ruhrgebiet, teil. Führungskräfte der Wirtschaft suchen dabei das Gespräch mit jungen Leuten und diskutieren über Ansprüche und Zielsetzung in der heutigen Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven.


Wirtschaftsfachschule
Fachrichtung Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Rechnungswesen

Planung der Schulentwicklung im Bildungsgang

Ø Schwerpunkte
· Anlage E, APO-BK 2003
· Lehrplanarbeit
· Beratung und Öffentlichkeitsarbeit
· Kooperation mit Fachschulen in der Region


Ø Entwicklungsziele
· Organisatorische Umsetzung von Vorgaben der Anlage E, APO-BK 2003
· Didaktische Diskussion des lernfeldorientierten Lehrplanes
· Neuordnung des Fachschulexamens
· Verbesserung der Beratungssituation bei Lernschwierigkeiten der Studierenden
· Erfahrungsaustausch zu ausgewählten Fragen (Organisation, Lehrplan zur Erprobung, Öffentlichkeitsarbeit)


Ø Arbeitsplan
· Erarbeitung einer gemeinsamen Situationsbeschreibung (Unternehmens-beschreibung) für die Abschlussprüfung in der Fachschule nach der Prüfungs-ordnung von 1999 (siehe Protokoll der Arbeitsgruppensitzung vom 8.12.2005)
Termin: 19. Januar 2006
· Bestandsaufnahme zu fächerübergreifenden Aspekten in den Fächern für die schriftliche Prüfung (Rechnungswesen, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschafs-informatik, Mathematik)
Termin: Februar 2006

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· Kritische Sichtung vorliegender Lernsituationen
Termin: November 2006
· Organisation des Fachschulexamens, Diskussion der Handreichungen und Beispielklausuren
Termin: März 2006
· Optimierung der Lernorganisation unter Berücksichtigung von Selbstlern-phasen
Termin: Mai 2006
· Einsatz von Selbstlernphasen bei Lernschwierigkeiten (Konzept)
Termin: September 2006
· Formen der Leistungsüberprüfung für die Selbstlernphasen
Termin: April 2006
· Einladung zu einer Regionalkonferenz (Fachschulen mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen: Essen, Velbert, Duisburg)
Termin: Dezember 2006


Ø Evaluation
· der Projektarbeitsphase durch Diskussion in der Bildungsgangkonferenz und Befragung der Projektgruppen (Semestergruppen WF2, WF3S bis zum 15. Januar 2006)
· der Selbstlernphasen durch einen Fragebogen (März 2006)

Die Zuständigkeit für die Umsetzung des Arbeitsplanes und die Realisation der Evaluationsvorhaben liegt bei der Bildungsgangkonferenz und den eingesetzten Arbeitsgruppen.



5. Konkrete Arbeitsschwerpunkte

Methodentraining

Das Projekt „Methodentraining/Lernen lernen“ zielt darauf ab, die Sozial – und Methoden-kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und zu fördern. Im Wirtschafts-gymnasium werden in allen Jahrgangsstufen ein- bis zweitägige Projekttage über das Schuljahr verteilt durchgeführt. Eine Implementierung für weitere Bildungsgänge ist vorgesehen, zum Teil bereits begonnen.

Sokrates-Projekt „Comenius“

Auch im Schuljahr 2005-06 nimmt das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte zusammen mit seiner französischen und spanischen Partnerschule am Comenius-Projekt der EU teil. In diesem Jahr arbeiten die Schüler gemeinsam an dem Thema “Das Europa von morgen“.


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LOReNet

Das Projekt „Lernortkooperation“ mit der Universität Duisburg, dem Mercator-Berufskolleg Moers, verschiedenen Einzelhandelsunternehmen und dem Einzelhandelsverband läuft bereits seit dem Jahr 2000. Durch den neuen lernfeldorientierten Rahmenlehrplan Einzelhandel von April 2004 kommt der Zusammenarbeit der Projektteilnehmer für die Unterrichtsentwicklung im Einzelhandel besondere Bedeutung zu.

Fördermaßnahmen für lernschwache Schülerinnen und Schüler

· Kaufmännisches Aufbaujahr für Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler mit FOR in der Lage sind, den Anforderungen der Höheren Handelsschule gerecht zu werden. Diesen Schülerinnen und Schülern bietet das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg Mitte alternativ ein „Kaufmännisches Aufbaujahr“ an. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler zum einen eine ausbildungsvorbereitende Grundbildung, darüber hinaus wird ihnen aber auch die Möglichkeit geboten, ihre Defizite in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch aufzuarbeiten.
Ein Teil des Unterrichts wird in Form von fächerübergreifendem Projektunterricht abgehalten, in dem die Schülerinnen und Schüler eigenständig wirtschaftliche Projekte bearbeiten. Ziel ist hier neben der beruflichen Grundbildung die Förderung der Teamfähigkeit, der Kommunikationskompetenz sowie die Stärkung der Selbstreflexionsfähigkeit. Weiterhin lernen sie, eigenständig (Teil-) Projekte zu planen, durchzuführen und die Ergebnisse effektiv zu präsentieren und zu bewerten. Darüber hinaus müssen Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsganges am Ende des ersten Schulhalbjahres ein vierwöchiges Betriebspraktikum absolvieren, um sich mit den Arbeitsabläufen in Betrieben vertraut zu machen.

· Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft
Um die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler auszugleichen und Defizite aufzuarbeiten, werden in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik Angleichungskurse durchgeführt.

Weiterentwicklung des Fremdsprachenangebots

Im Bereich der Abiturientenklasse der Höheren Handelsschule wurde Italienisch als weitere Fremdsprache eingeführt. Für das Fach Französisch wird ein zusätzliches Fremdsprachen-angebot mit externer staatlicher Abschlussprüfung nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen der EU für das Fremdsprachenlernen vor dem Institut Francais angestrebt. Zielgruppe dafür ist zunächst die Berufsschule (Groß- und Außenhandel) und die gymnasiale Oberstufe.

Schulische Sozialarbeit und Beratungskonzepte

Ein besonderes Merkmal des Beratungskonzeptes ist, neben der Stärkung der Selbsthilfekräfte des Ratsuchenden, die interdisziplinäre Kooperation mit Institutionen im schulischen Umfeld. Durch die Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben, der IHK und der Bundesagentur für Arbeit oder durch Hinführung zu Beratungsstellen, Behörden und Ämtern soll dem Schüler eine passgenaue Hilfestellung gegeben werden.

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Zur Bewältigung dieser Aufgaben und zur Verbesserung der Erziehungsarbeit hat das Kaufmännische Berufskolleg Duisburg-Mitte einen Sozialpädagogen eingestellt. Um der Problematik von Unterrichtsstörungen zu begegnen wurde das Trainingsraumkonzept für die Bedürfnisse des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte adaptiert. Neben indivi-dueller Beratung und Hilfestellung für einzelne Schülerinnen und Schüler dient die Sozialarbeit damit auch der Verbesserung der Unterrichtsqualität. Zum Schulhalbjahr 2005/06 soll das Trainingsraumkonzept evaluiert werden. (Anlage 5)

Fortbildungsplanung

Am Kaufmännischen Berufskolleg Duisburg-Mitte wurde eine systematische Fortbildungs-planung geschaffen, die von der Bedarfsermittlung, über die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen bis zu der Dokumentation und Evaluation reicht.
Unterstützt wird die Schule dabei durch das Fortbildungsmanagement des Regionalen Bildungsbüros der selbstständigen Schulen in Duisburg.

In den letzten zwei Jahren lag ein Schwerpunkt auf der Fortbildung der Mitglieder der schulinternen Steuergruppen.
Diese so qualifizierte Steuergruppe handelt als Motor des innerschulischen Reformprozesses, indem sie Entwicklungsvorhaben initiiert, steuert und begleitet.

Ebenfalls abgeschlossen ist die Qualifizierungsmaßnahme für schulische Evaluationsberater. Auf der Ebene der erweiterten Schulleitung hat es Fortbildungsmaßnahmen zur Organisation und Koordination und zu Mitarbeitergesprächen gegeben. Die Inhalte der Fortbildungen finden bereits Anwendung bzw. befinden sich im Stadium der Implementierung.

Es ist deutlich geworden, dass der Lehrerfortbildung besonders im Bereich der Unterrichts-entwicklung ein entscheidender Stellenwert zukommt. Hierzu gab es Angebote zum Methodentraining im Bereich der Höheren Berufsfachschule und kollegiale Fortbildungen im Bereich der einjährigen Höheren Berufsfachschule zum projektorientierten Unterricht. Darüber hinaus wurden zwei Pädagogische Tage zur Unterrichtsentwicklung durchgeführt.

Neben der klassischen Lehrerfortbildung für einzelne Kolleginnen und Kollegen, Fachbereiche und Funktionsbereiche durch die Bezirksregierung Düsseldorf und weitere Träger, die systemisch rückgebunden sein muss, wird jährlich eine Fortbildungsplanung formuliert, die entsprechend der Evaluationsergebnisse und der Entwicklungsvorhaben die Umsetzung der Zielvorhaben unterstützt und auf eine nachhaltige und perspektivisch begründete Unterrichtsentwicklung zielt. (Anlage 6)

Einrichtung eines Vorschlagswesens

Mit der Einführung des Vorschlagswesens am Kaufmännischen Berufskolleg Duisburg-Mitte ist die Absicht verbunden, Anregungen aus dem Kollegium zur Schulentwicklung zu nutzen.

Verbesserung der Ausstattung

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Verbesserung der Ausstattung der Schule: so gelang es, neben der Verbesserung der Hardware in bestehenden Fachräumen und der Einrichtung weiterer Fachräume auch einen Flügel des Gebäudes mit einem drahtlosen Internetzugang zu versehen.

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Planung zur Evaluation

Im Mittelpunkt der Evaluation stehen die Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation und die Verfolgung der Maßnahmen zur Verbesserung und Optimierung der Lehr- und Lernprozesse. Allerdings bedarf es der Berücksichtigung weiterer schulischer Bereiche, um relevante Wechselwirkungen und plausible Erklärungsmuster zu erfassen.

Die Bereiche lassen sich wie folgt aufteilen:

 

 

 

 

 

Qualitätsbereich

Qualitätsmanagement

 

Kriterium 1

Durchführungsqualität der Selbstevaluation

 

Kriterium 2

Konzept
des schulischen Qualitätsmanagements

Qualitätsbereiche

Kriterien

QB I

Unterrichtsergebnisse und Unterrichtsprozesse

I 1        Fachliche und überfachliche Leistungen

I 2        Praxis der Leistungsmessung

I 3       Gestaltung der Lehr-/Lernprozesse

I 4       Schulkonzept

QB II

Professionalität der Lehrkräfte

II 1      Kooperation im Kollegium

II 2      Praxis der Weiterqualifizierung

II 3      Umgang mit beruflichen Anforderungen und
            Belastungen

QB III

Schulführung und
Schulmanagement

III 1    Führung

III 2    Steuerungskonzept

III 3    Personalentwicklung

III 4    Ressourcen

QB IV

Schul- und Klassenklima

IV 1    Pädagogische Grundsätze

IV 2     Gestaltung der Lernumgebung

IV 3     Schulleben

QB V

Außenbeziehungen

V 1      Zusammenarbeit Schule – Elternhaus

V 2      Kooperation mit anderen Institutionen

V 3      Außendarstellung



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitplanung

Für dieses Schuljahr sind im Bereich I3 (Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse) drei Evaluationen geplant. Zum einen wird in der Wirtschaftsfachschule die Konzeption und Anwendung von Selbstlernphasen und die Förderung selbstregulierenden Lernens evaluiert. Zum anderen ist im Kaufmännischen Aufbaujahr für Schüler mit FOR eine Evaluation der Projektarbeit vorgesehen.

Im Bereich IV1 (Pädagogische Grundsätze) wird eine Evaluationsmaßnahme zu Erfahrungen und Auswirkungen der Sozialarbeit durchgeführt. Hier sind bereits die ersten Arbeitsschritte erfolgt.


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Ohne die gemeinsame Reflexion über den zielgerichteten Einsatz der vorhandenen personellen, finanziellen und sächlichen Ressourcen ist Schulentwicklung nicht möglich. Die Lernzeit von Schülerinnen und Schülern muss als zentrale Ressource zielgerichtet genutzt werden. Deshalb ist geplant, im Bereich III4 eine weitere Evaluation durchzuführen und darauf aufbauend Maßnahmen zu ergreifen, um den Unterrichtsausfall zu minimieren:

Dezember Januar Februar März
Selbstlernphasen
Sozialarbeit
Unterrichtsausfall
Kfm. Vorbereitungsjahr


Offenlegung der Ergebnisse / Transparenz

Die Evaluationsergebnisse werden allen Beteiligten und Betroffenen soweit wie möglich zugänglich gemacht werden.

Grundsätzlich erhalten alle Personen, die an einer Evaluation beteiligt oder von dieser betroffen sind, Zugang zu den Ergebnissen und zu dem Evaluationsbericht. Da der Kreis der Beteiligten und Betroffenen oft sehr groß ist, kann dies in vielen Fällen bedeuten, dass der Bericht öffentlich zugänglich gemacht werden muss.

Die Offenlegung der Evaluationsergebnisse soll den Nutzen der Evaluation steigern. Es kann jedoch Fälle geben, in denen eine vollständige Offenlegung den Nutzen einer Evaluation mindert. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn die Bereitschaft der Beteiligten und Betroffenen zur Mitarbeit an der Evaluation und der Umsetzung ihrer Ergebnisse durch ihr Wissen um die spätere Veröffentlichung leidet, weil sie Nachteile für sich befürchten, und/oder wenn die Gefahr besteht, dass Informationsgeber durch eine Veröffentlichung kompromittiert würden. In solchen Fällen wird eine Lösung gesucht und ggf. eine Beschränkung der Offenlegung vereinbart. Sollten Beschränkungen notwendig sein, werden sie bei der Offenlegung begründet.

Die Offenlegung der Evaluationsergebnisse, ihre Art und ihr Umfang, werden zu Beginn einer Evaluation vereinbart und festgelegt. Falls dies nicht möglich ist, wird zu Beginn vereinbart werden, durch wen, wie, nach welchen Kriterien und wann (z. B. erst zum Ende eines Evaluationsprojektes) über die Offenlegung der Ergebnisse entschieden wird.