17.11.2010 www.derWesten.de schreibt:
Bei Messe „Klick dich ein“ das Berufsleben geplant
Duisburg. Ob bei Bundeswehr, Banken oder Krankenhäusern: Auf der Messe „Klick dich ein“ haben sich am Donnerstag viele Duisburger Jugendliche über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informiert.
Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Viele Jugendliche machen’s sich auf den Treppen gemütlich, verschnaufen vom Rundgang durch die virtuelle Arbeitswelt. Im Kaufmännischen Berufskolleg Burgplatz sind Klassenräume und Flure heute mit Vertretern von Unternehmen, Unis, Krankenhäusern oder Polizei und Bundeswehr besetzt. Unter dem Motto „Klick dich ein“ suchen Jugendliche unter den zahlreichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ihren Weg.
Die Rollenverteilung scheint immer noch die gleiche zu sein. Dicht gedrängt stehen viele Mädchen vor Sparkassen- oder Bankangeboten, während eine Traube junger Männer den Erklärungen von Einstellungsberater Peter Oertel lauscht. Der Hauptkommissar bei der Polizei Krefeld - übrigens schon in blauer Montur - muss quasi als Feuerwehrmann für seine Duisburger Kollegen einspringen. Die sind nämlich voll ausgelastet in den überfüllten Seminarräumen. Dort haben auch viele junge Frauen Platz genommen. Immer mehr junge Abiturienten interessieren sich für den Polizeidienst. Mitunter können Bewerbungen aber an mangelnder sportlicher Leistung oder an der nicht erreichten Größe scheitern. Denn der Erwerb des Deutschen Sportabzeichens ist Pflicht wie auch die Mindest-Körperlänge von 1,68 cm (Männer), bzw. 1,63 Meter.
Zweitägiger Einstellungstest
Da macht’s die Bundeswehr etwas einfacher, die ihre Kandidaten bei einem zweitägigen Einstellungstest checkt. Wer sich beim Bund in einem von 118 Berufen ausbilden lässt, muss sich allerdings neun Jahre verpflichten. Auch unter die Soldaten mischen sich immer mehr Frauen. „Mittlerweile stammt jede fünfte Bewerbung von einer Frau“, weiß Wehrdienstberater Dennis Segbers. Auch Kim und Svenja sind interessiert an dem Job, der Sicherheit verheiße und Flexibilität verlange. Doch sie werden ihre Suche fortsetzen. Eine neunjährige Bindung gefällt den 18-jährigen Schülern eher nicht.
Renate Rohmund vom städtischen Mitveranstalter ist zufrieden mit dem Besuch. Alle Seminare waren proppevoll. Es habe sich bewährt, Schüler individuell anmelden zu lassen und keine Schulklassen durchzuschleusen. Das Ergebnis: „Viele ernsthafte Gespräche. Vor allem im Bereich der Klassiker wie Studieninformation, Medienberufe und Tourismus.
Duisburg, 11.11.2010, Klaus Johann
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