05.12.2010 Westen.de und RP online schreiben über den Neubau unserer Schule:
Bau des Berufskollegs vier Wochen vor Zeitplan
Der Rohbau ist fast fertig – und das viel schneller als vorgesehen. „Wir liegen fast vier Wochen vor unserem Zeitplan. Das verschafft uns ein schönes Polster für die kommenden Monate“, erklärte Projektmanager Carsten Hense vom ausführenden Bauunternehmen Goldbeck. Deshalb zeigte er sich auch so optimistisch, dass hier auf dem zwischen der Pappel-, Memel- und Bismarckstraße gelegenen Areal pünktlich zum Beginn des Schuljahres 2011/12 im September der Unterrichtsbetrieb aufgenommen werden kann.
Tiefgarage mit 450 Stellplätzen
Am Donnerstag bat das in Bielefeld beheimatete Bauunternehmen eine städtische Delegation zum Rundgang durch Teile des Rohbaus. Dieser begann mit einer imposanten Aussicht vom nicht ganz fertiggestellten Dach des fünfgeschossigen Gebäudes, das über eine Bruttogeschossfläche von 56.000 Quadratmetern verfügt und in dem die drei bisherigen Berufsschulen am Burgplatz, Schinkelplatz und an der Nahestraße eine neue Heimat finden sollen. Zwar werden diese Einrichtungen den schulischen Teil der dualen Berufsausbildung künftig unter einem Dach anbieten, jede Berufsschule behält jedoch ihre Eigenständigkeit.
„Am 9. April haben wir hier den Grundstein gelegt – jetzt stehen wir schon oben auf dem Dach“, erklärte Projektmanager Hense mit einer Portion Stolz in der Stimme. 70 bis 80 Bauarbeiter malochen hier momentan in Hochzeiten trotz der klirrenden Kälte. Sie schufen zunächst die Tiefgarage, in der 450 Einstellplätze entstehen sollen (300 für Schüler). Dann installierten sie die Wärmepumpenanlage, die dank ihrer Effizienz den Energieverbrauch im gesamten Berufskolleg auf ein vorbildliches Maß beschränken soll.
5000 Schüler, 200 Lehrer
Und seit August wuchsen die beiden in Systembauweise konstruierten Gebäudekomplexe Stockwerk um Stockwerk. In dem einen werden hauptsächlich Unterrichtsräume und die neue Sporthalle untergebracht. Im zweiten soll für die rund 5000 Schüler und die über 200 Lehrer die Verwaltung sowie Aula und Mensa zu finden sein. Diese Masse an Schülern, die aus dem gesamten Ruhrgebiet und vom Niederrhein anreist, wird aber niemals gleichzeitig anwesend sein. Das verdeutlichten die drei am Rundgang beteiligten Berufsschul-Leiter Wolfgang Kempken, Erich Sachnik und Manfred Wischerhoff. Doch immerhin bis zu 2200 Schüler täglich werden in Neudorf zwischen 8 Uhr morgens und 22 Uhr abends ausgebildet.
Auch der Rohbau der Vier-Felder-Sporthalle ist fertig. Neben dem Schulsport soll hier ab September 2011 auch Vereinssport betrieben werden. Für den Trainingsbetrieb und den Spielbetrieb unterklassiger Klubs ist sie bestens geeignet.
Duisburg, 03.12.2010, Thomas Richter
RP online.de schreibt:
Der Einzugstermin steht
Am 7. September beginnt für drei Duisburger Berufsschulen eine neue Zeitrechnung. Sie werden in Duisburgs größtes Schulzentrum einziehen und die 110 Räume an der Pappenstraße mit Leben füllen. Das kaufmännische Berufskolleg am Rathaus, das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg am Schinkelplatz und das Weiterbildungskolleg der Stadt Duisburg teilen sich den rund 55 000 Quadratmeter großen Komplex am Carstanjens Garten.Bei einer Baustellenbegehung nahmen die drei Schulleiter Erich Sachnik, Wolfgang Kempken und Manfred Wischerhoff mit Sicherheit sehr gerne zur Kenntnis, dass es derzeit keinen Grund gibt, am Einzugstermin zu zweifeln. Im Gegenteil: Die Bauarbeiten sind vier Wochen weiter als geplant.
Über fünf Stockwerke verteilen sich künftig die Klassen- und Fachräume. Es gibt eine Turnhalle mit vier Feldern und einer Besuchertribüne, eine Mensa, eine Tiefgarage mit 450 Plätzen (auch für Anwohner) und einen Verwaltungstrakt, der durch Brücken mit dem Schulgebäude verbunden ist. Den Durchgang zwischen den beiden Häusern wird ein Glasdach überspannen. Vier Monate Bauzeit reichten aus, um den fast fertigen Rohbau bereits winterfest zu machen, so dass nun zügig mit der Innengestaltung begonnen wird.
Für den Bauherrn, die Paderborner Firma Goldbeck, ist die Neudorfer Schule ein Referenzobjekt. Sie wird der Stadt die Immobilie für 25 Jahre vermieten. Danach geht sie in den Besitz der Stadt über, deren finanzieller Spielraum nicht ausgereicht hätte, um selbst zu bauen. Inzwischen haben sich schon einige Nachbargemeinden nach diesem Public-Privat-Partnership-Projekt erkundigt. Denn trotz einer Monatsmiete von 650 000 Euro wird die Stadt am Ende der 25 Jahre rund sechs Millionen Euro gespart haben, wenn sie Neubau, Bauunterhaltung und Betrieb selbst hätte finanzieren müssen.
Technische Highlights
Die Ausstattung des neuen Berufsschulzentrum wird technisch auf dem neuesten Stand sein.
In einigen Klassenräumen werden zum Beispiel elektronische Tafeln installiert, auf die Schüler und Lehrer mittels Laptops oder sogar Handy zugreifen können.
Wo angebracht, werden Internetanschlüsse für den Unterricht zur Verfügung stehen.
Zu den Labor- und Technikräumen wird auch eine "Zahnarztpraxis" gehören, in der die angehenden Arzthelferinnen zeigen, dass sie das theoretisches Gelernte in der Praxis anwenden können.
Angeblich in ganz Europa einmalig ist die Klima- und Heizungslage des Neudorfer Schulzentrums, die mit Erdwärme arbeitet. 180 Erdbohrungen bis in eine Tiefe von bis zu 170 Metern waren dafür notwendig.

