11.07.2011 NRZ: Eine Schule feiert ihre Versetzung
Das Kaufmännische Berufskolleg Mitte zieht mit rund 2700 Schülern vom Burgplatz nach Neudorf
Endlich raus, raus aus der Schule, ab in die Sommerferien! Doch zurückkehren ins Berufskolleg am Burgplatz werden die Schüler nie mehr. Nach 55 Jahren wird das Gebäude aufgegeben, ein neuer Standort in Neudorf ist schon gefunden. Deshalb wurde gestern bei der Zeugnisausgabe der höheren Handelsschuleauch der Abschied gefeiert. „Wir wollen hier einen vernünftigen Ausstand geben und nicht einfach die Türen abschließen", sagt Lehrer Andreas Eggert. Er ist seit 1989 an der Schule, unterrichtet zum Beispiel Politik und Religion.
„Wir haben hier recht viel Grün, das werde ich schon vermissen. Und die zentrale Lage ist auch eine gute Sache", erzählt er. „Wir konnten schnell zum Innenhafen, wenn ich den Strukturwandel vorstellen wollte. Oder mal eben in die Kirchen hier." Doch lange bleibt er nicht wehmütig. Schließlich hakt es in der Schule an allen Ecken. „Es hat durchgeregnet, Wasserleitungen sind geplatzt, Steckdosen waren nicht zu gebrauchen", zählt er auf - und könnte wohl noch lange weitermachen. Über die Entscheidung der Stadt, am neuen Standort kräftig zu investieren, ist Andreas Eggert begeistert. „Dann haben wir endlich so moderne Mittel, dass wir die Schüler gut ausbilden können", erklärt er. Trotzdem muss er noch viel vom Burgplatz mitnehmen. „30 Kartons mit Fachmaterialien werde ich sicher packen. Und in der neuen Schule müssen die dann auch wieder sortiert werden."
Mitten im Jub
el und Trubel auf dem Hof steht Schulleiter Erich Sachnik. Eigentlich soll er auf die Bühne, doch erlebt er gerade eine Episode, die die Situation im Berufskolleg gut beschreibt. „Das Mikrofon funktioniert nicht", sagt er. Seit 41 Jahren arbeitet er im Haus am Burgplatz, kam schon als Referendar hierher. „Zehn Jahre haben wir für eine neue Schule gekämpft. Und jetzt, wo es bald so weit ist, werde ich doch ein bisschen
Vordergrund. Schülersprecherin Jalila Abdeladim hatte bereits die Möglichkeit, das neue Gebäude zu besichtigen. Sie lobt die gute Ausstattung des Neubaus. „Besonders freue ich mich auf den schön gestalteten Schulhof', sagt sie. Neben dem Berufskolleg wird es am neuen Standort zwei weitere Schulen geben. „Das wird bestimmt eine interessante Erfahrung, mit den anderen Schülern zusammenzuarbeiten". Leonie Kokkinos wird den Umzug nicht mitmachen, sie hat ihren Abschluss in der Tasche. Wenn sie an die Erlebnisse im alten Gebäude zurückdenkt, muss sie den Kopf schütteln. „Während der Abi- Klausuren haben zum Beispiel die Toiletten nicht funktioniert", erzählt sie grinsend. „Die mussten dann noch während der Prüfungen repariert werden." Darauf müssen sich die Schüler im nächsten Jahr nicht einstellen.
el und Trubel auf dem Hof steht Schulleiter Erich Sachnik. Eigentlich soll er auf die Bühne, doch erlebt er gerade eine Episode, die die Situation im Berufskolleg gut beschreibt. „Das Mikrofon funktioniert nicht", sagt er. Seit 41 Jahren arbeitet er im Haus am Burgplatz, kam schon als Referendar hierher. „Zehn Jahre haben wir für eine neue Schule gekämpft. Und jetzt, wo es bald so weit ist, werde ich doch ein bisschenVordergrund. Schülersprecherin Jalila Abdeladim hatte bereits die Möglichkeit, das neue Gebäude zu besichtigen. Sie lobt die gute Ausstattung des Neubaus. „Besonders freue ich mich auf den schön gestalteten Schulhof', sagt sie. Neben dem Berufskolleg wird es am neuen Standort zwei weitere Schulen geben. „Das wird bestimmt eine interessante Erfahrung, mit den anderen Schülern zusammenzuarbeiten". Leonie Kokkinos wird den Umzug nicht mitmachen, sie hat ihren Abschluss in der Tasche. Wenn sie an die Erlebnisse im alten Gebäude zurückdenkt, muss sie den Kopf schütteln. „Während der Abi- Klausuren haben zum Beispiel die Toiletten nicht funktioniert", erzählt sie grinsend. „Die mussten dann noch während der Prüfungen repariert werden." Darauf müssen sich die Schüler im nächsten Jahr nicht einstellen.
Entnommen aus der NRZ vom 09.07.2011
von Kira Schulze-Lohoff Zlatan Alihodzic
