17.07.2011 Versuchsmodell "Praktikumsklasse" zeigt erste Erfolge
Im vergangenen Schuljahr wurde erstmalig einigen Schülern ermöglicht, statt des zweiten Halbjahres der Unterstufe der Höheren Handelsschule eine besondere Praktikumsklasse zu besuchen.
Erreicht werden sollten damit diejenigen Schüler, die im ersten Halbjahr schnell für sich erkannt haben, dass ihnen die theoretisch ausgerichtete Ausbildung eines Vollzeitbildungsgangs nicht liegt, solange sie keinen praktischen Bezug zur Arbeitswelt haben. Stattdessen konnten sie sich selbst um einen Praktikumsplatz nach eigenen Neigungen bemühen, an dem sie vier Tage in der Woche arbeiteten. Am fünften Tag der Woche erschienen die Schüler für einen Schultag im KBM, um dort ihre Fortschritte zu reflektieren, weitere PC-Kenntnisse zu erwerben, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen u.s.w.
Zum Ende des Schuljahres sind nun die ersten Erfolge sichtbar. Zwei Drittel der Schüler haben sich während ihres Langzeitpraktikums so bewährt, dass ihre Betriebe ihnen Ausbildungsverträge anbieten konnten – zum Beispiel als Kaufmann/frau im Einzelhandel, Kauffrau für Bürokommunikation, Rechtsanwalts- und Notargehilfin und als KFZ-Mechatroniker.
Dominik van D. sagt dazu: „Ich wollte immer in einem Supermarkt arbeiten, aber im Unterricht konnte ich mit vielen Inhalten einfach nichts anfangen, das war mir zu abstrakt. Im Praktikum habe ich dann gemerkt, dass der Job mir wirklich Spaß macht. Das hat wohl dann auch der Marktleiter gesehen und mir schließlich einen Ausbildungsvertrag angeboten.“
Letztlich profitieren auch die Unternehmen von der Praktikumsklasse. Der Ausbilder Herr W. erläutert: „Für mich ist es unternehmerisch ein hohes Risiko, einen Bewerber auszubilden. Wenn der Azubi sich nach einigen Monaten als untauglich entpuppt oder die Ausbildung hinschmeißt, stehe ich mit einem Mitarbeiter weniger da. So war es für mich optimal, Frau K. einige Monate kennen lernen zu können. Ich weiß, wie sie tickt und vertraue ihr. Sie wird die Ausbildung zur Kauffrau zur Bürokommunikation meistern und dann einen festen Platz in meiner Firma einnehmen.“
Auch Frau D., Personalleiterin eines größeren Unternehmens, weiß die Vorteile eines Langzeitpraktikanten zu schätzen: „Stellen Sie sich vor, welchen Aufwand wir betreiben müssen, um einen geeigneten Azubi zu finden. Wir schalten Anzeigen, sichten teilweise Hunderte von Bewerbungsmappen, lassen Eignungstests in Assessment Centern schreiben und führen schließlich noch mit 10 – 20 Bewerbern persönliche Gespräche. Da sind schnell 100 Arbeitsstunden weg, in denen wir nichts anderes machen können. Und dann fällt die Entscheidung auf jemanden, den wir zwar immer noch nicht kennen, in den wir aber große Hoffnungen setzen müssen. Ein Praktikant, den wir in Ruhe bei der Arbeit kennen lernen können, spart uns diesen ganzen Aufwand und bietet uns trotzdem viel mehr Sicherheit.“
Aufgrund der positiven Erfahrungen werden wir auch im nächsten Schuljahr im Winterhalbjahr eine solche Praktikumsklasse anbieten. Die Klassenlehrer werden rechtzeitig geeignete Schüler dazu beraten.
P. Reckmann
Erreicht werden sollten damit diejenigen Schüler, die im ersten Halbjahr schnell für sich erkannt haben, dass ihnen die theoretisch ausgerichtete Ausbildung eines Vollzeitbildungsgangs nicht liegt, solange sie keinen praktischen Bezug zur Arbeitswelt haben. Stattdessen konnten sie sich selbst um einen Praktikumsplatz nach eigenen Neigungen bemühen, an dem sie vier Tage in der Woche arbeiteten. Am fünften Tag der Woche erschienen die Schüler für einen Schultag im KBM, um dort ihre Fortschritte zu reflektieren, weitere PC-Kenntnisse zu erwerben, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen u.s.w.
Zum Ende des Schuljahres sind nun die ersten Erfolge sichtbar. Zwei Drittel der Schüler haben sich während ihres Langzeitpraktikums so bewährt, dass ihre Betriebe ihnen Ausbildungsverträge anbieten konnten – zum Beispiel als Kaufmann/frau im Einzelhandel, Kauffrau für Bürokommunikation, Rechtsanwalts- und Notargehilfin und als KFZ-Mechatroniker.
Dominik van D. sagt dazu: „Ich wollte immer in einem Supermarkt arbeiten, aber im Unterricht konnte ich mit vielen Inhalten einfach nichts anfangen, das war mir zu abstrakt. Im Praktikum habe ich dann gemerkt, dass der Job mir wirklich Spaß macht. Das hat wohl dann auch der Marktleiter gesehen und mir schließlich einen Ausbildungsvertrag angeboten.“
Letztlich profitieren auch die Unternehmen von der Praktikumsklasse. Der Ausbilder Herr W. erläutert: „Für mich ist es unternehmerisch ein hohes Risiko, einen Bewerber auszubilden. Wenn der Azubi sich nach einigen Monaten als untauglich entpuppt oder die Ausbildung hinschmeißt, stehe ich mit einem Mitarbeiter weniger da. So war es für mich optimal, Frau K. einige Monate kennen lernen zu können. Ich weiß, wie sie tickt und vertraue ihr. Sie wird die Ausbildung zur Kauffrau zur Bürokommunikation meistern und dann einen festen Platz in meiner Firma einnehmen.“
Auch Frau D., Personalleiterin eines größeren Unternehmens, weiß die Vorteile eines Langzeitpraktikanten zu schätzen: „Stellen Sie sich vor, welchen Aufwand wir betreiben müssen, um einen geeigneten Azubi zu finden. Wir schalten Anzeigen, sichten teilweise Hunderte von Bewerbungsmappen, lassen Eignungstests in Assessment Centern schreiben und führen schließlich noch mit 10 – 20 Bewerbern persönliche Gespräche. Da sind schnell 100 Arbeitsstunden weg, in denen wir nichts anderes machen können. Und dann fällt die Entscheidung auf jemanden, den wir zwar immer noch nicht kennen, in den wir aber große Hoffnungen setzen müssen. Ein Praktikant, den wir in Ruhe bei der Arbeit kennen lernen können, spart uns diesen ganzen Aufwand und bietet uns trotzdem viel mehr Sicherheit.“
Aufgrund der positiven Erfahrungen werden wir auch im nächsten Schuljahr im Winterhalbjahr eine solche Praktikumsklasse anbieten. Die Klassenlehrer werden rechtzeitig geeignete Schüler dazu beraten.
P. Reckmann
