16.04.2010
Mehr Abwechslung in der Ausbildung
Duisburger Berufsschulklassen zu Besuch im Dentallabor
Am 12. März 2010 besuchten die beiden Mittelstufenklassen
ZF8A und ZF8C des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte das Dentallabor Pünchera in Duisburg-Walsum. Dort bot sich ihnen die Möglichkeit, einmal Einblick in die umfangreichen Arbeiten bei der Herstellung von Zahnersatz zu bekommen.
ZF8A und ZF8C des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte das Dentallabor Pünchera in Duisburg-Walsum. Dort bot sich ihnen die Möglichkeit, einmal Einblick in die umfangreichen Arbeiten bei der Herstellung von Zahnersatz zu bekommen.Der Geschäftsführer Erich Zabel begrüßte die Schülerinnen um 13.30 Uhr in seinen Räumen und erzählte ihnen etwas über die Struktur des Labors. Anschließend wurde zunächst eine Klasse in kleinen Gruppen durch das Labor geführt, während die andere Klasse im Vortragsraum von der Mitarbeiterin der BKK Novitas Songül Kisin Informationen über das Sozialversicherungssystem, die Struktur der gesetzlichen Krankenversicherungen und über den Aufbau der BKKen erhielt.
Bei dem Rundgang durch das Labor wurde den Auszubildenden Einblick in die einzelnen Abteilungen gegeben. So konnten sie bei der Herstellung von Situations-, Funktions- oder Sägemodellen zusehen, durften selbst Modelle trimmen, lernten die hochwertigen Zeisermodelle mit Kunststoffsockel kennen und erfuhren, wie wichtig es ist, die richtige Menge Gipspulver mit der korrekten Wassermenge blasenfrei im Vakuum anzumischen.
Als nächstes besuchten sie die Techniker in der Modellgussabteilung, in der die Grundlage für den herausnehmbaren Zahnersatz modelliert wird. Vielen zukünftigen Zahnmedizinischen Fachangestellten war nicht bewusst, dass die Grundlage für eine Modellgussprothese eine Wachsmodellation mit vorgeformten Fertigteilen ist.
Anschließend wurden die jungen Damen in die Edelmetallabteilung begleitet. Dort bekamen sie einen Einblick in die Herstellung von Inlays, Kronen und Brücken, konnten bei der Herstellung von Teleskoparbeiten zusehen. Ihnen wurden die unterschiedlichen Metalle vorgestellt, aus denen die Gerüste für festsitzende Zahnersatz gegossen werden. So war es für einige Auszubildende neu, dass auch hier der Werkstoff Titan eine große Rolle spielt. Der Höhepunkt war eine kurze Vorführung des Fräsgerätes, das die neuen Zirkonoxydkrönen herstellt.Als letzte Abteilung präsentierte sich die Kunststoffabteilung. Hier beobachteten die Schülerinnen, dass diese Techniker dem größten Zeitdruck ausgesetzt sind. Reparaturen müssen schnell wieder in die entsprechende Praxis zurück und für Auf- und Fertigstellungen von Total- oder Modellgussprothesen bleibt hier auch meistens nur wenig Zeit.
Am Ende des Nachmittags waren sich alle Berufsschülerinnen einig, dass sie oftmals bei der Terminvergabe in der Praxis unterschätzen, welcher Aufwand im Labor betrieben werden muss, um die häufig engenTermine einhalten zu können. In Zukunft will man lieber mal einen Tag mehr bei mancher prothetischen Arbeit einplanen.
Allen beteiligten sei gedankt für ihre Bereitschaft und Mithilfe an diesem gelungenen Nachmittag. Bei Pünchera wurde Ausbildung schon immer groß geschrieben. In der 33-jährigen Firmengeschichte wurden mehr als 100 junge Menschen zu Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern ausgebildet. So war es auch für den Geschäftsführer selbstverständlich, diesen Nachmittag in seinem Labor zu ermöglichen.
Dr. Ulrich Krüßmann


